Umso verständlicher ist es, dass im Zuge des technischen Fortschrittes auch Elektrorollstühle und auch Elektromobile entwickelt wurden, die genau das können, was einfache Rollstühle für stärker körperlich eingeschränkte Personen nicht zu leisten vermögen. Der technische Fortschritt erlaubt es hier, körperliche Handicaps auszugleichen und somit einen Beitrag zu einem Leben zu leisten, das selbstbestimmter ist. Ein Stück Mobilität und somit Lebensqualität kann durch moderne Hilfsmittel zurückerobert werden.
Unterschied
Elektrorollstuhl und Elektromobil
Obwohl beide Varianten –
Elektrorollstuhl und
Elektromobil –
mehr oder weniger den gleichen Sinn verfolgen (mehr Mobilität trotz
gegebener Einschränkung), richten sich diese beiden Hilfsmittel doch
in aller Regel an unterschiedliche Adressatenkreise. Ein
Elektrorollstuhl ist zumeist für Personen bestimmt, die mit
unterschiedlichen und auch schweren körperlichen Einschränkungen
leben müssen. Elektromobile richten sich in ihrer klassischen Form
hingegen eher an Personen, die primär hinsichtlich ihres
Gehvermögens und ihrer körperlichen Kraft eingeschränkt sind – sei
es aufgrund einer Erkrankung oder aufgrund des Alters. Ein
Elektromobil wird dabei in aller Regel nicht ununterbrochen genutzt,
sondern nur dann, wenn es bestimmte Herausforderungen – etwa die
Überwindung einer längeren Strecke – zu meistern gilt. Hinzu kommt,
dass Elektromobile oft nur dann infrage kommen, wenn die betroffene
Person noch in der Lage ist, bestimmte körperliche Leistungen zu
erbringen, die zur klassischen Bedienung des Mobils unerlässlich
sind. Bei Elektrorollstühlen können auch andere Möglichkeiten der
Steuerung infrage kommen, die weiteren körperlichen Einschränkungen
entgegen kommen. Die Unterschiede zwischen einem Elektromobil und
einem Elektrorollstuhl sind insgesamt betrachtet nicht von der Hand
zu weisen, allerdings gibt es mittlerweile auch Mischformen, die zu
einer Angleichung der beiden Alltagshilfen beitragen.
Variantenvielfalt
Wenn man heutzutage von einem Elektromobil spricht, muss man allerdings auch bedenken, dass Elektromobil nicht gleich Elektromobil ist. Ein ganz prägnanter Unterschied besteht beispielsweise zwischen solchen Modellen, die man im eigenen Auto transportieren kann und solchen, bei denen dieses zugunsten eines erhöhten Sitzkomforts nicht ohne Weiteres möglich ist. Auch gibt es selbstverständlich Unterschiede hinsichtlich der Ausstattung, des Gewichts, der Geschwindigkeit und der Leistungsfähigkeit. Eine Besonderheit stellen überdies überdachte Elektromobile dar.
Welches Modell im individuellen Fall
infrage kommt, ist dabei nicht nur von den eigenen Erwartungen
abhängig, sondern zum Teil auch von festen Größen wie dem
Körpergewicht, welches der Benutzer mitbringt. Am besten ist es,
sich fachkundig beraten zu lassen, wenn man sich für den Kauf eines
Elektromobils interessiert. In einem solchen
Beratungsgespräch können die gesundheitlichen und körperlichen
Rahmenbedingungen und die eigenen Erwartungen identifiziert und
geklärt werden.

