Geschichte des Elektromobils

Fortbewegungsmittel, die im Entferntesten an unsere heutigen Rollstühle erinnern, gibt es schon seit Jahrhunderten. Der Ansporn zu ihrer Entwicklung ist leicht nachzuvollziehen: Körperlich eingeschränkten Personen sollte geholfen werden, sich trotz ihrer Handicaps zu bewegen. Gerade bei Personen, die allerdings insgesamt in einer schlechteren körperlichen Verfassung waren, war dieses zunächst immer nur mithilfe einer weiteren Person möglich, die den Rollstuhl schob und steuerte. Rollstühle haben hier in erster Linie einen Beitrag zur Erleichterung der Pflege geleistet. Um das Bedürfnis nach eigenständiger Mobilität zu befriedigen, waren sie allerdings häufig weniger gut geeignet.


Umso verständlicher ist es, dass im Zuge des technischen Fortschrittes auch Elektrorollstühle und auch Elektromobile entwickelt wurden, die genau das können, was einfache Rollstühle für stärker körperlich eingeschränkte Personen nicht zu leisten vermögen. Der technische Fortschritt erlaubt es hier, körperliche Handicaps auszugleichen und somit einen Beitrag zu einem Leben zu leisten, das selbstbestimmter ist. Ein Stück Mobilität und somit Lebensqualität kann durch moderne Hilfsmittel zurückerobert werden.

Unterschied Elektrorollstuhl und Elektromobil

Obwohl beide Varianten – Elektrorollstuhl und Elektromobil – mehr oder weniger den gleichen Sinn verfolgen (mehr Mobilität trotz gegebener Einschränkung), richten sich diese beiden Hilfsmittel doch in aller Regel an unterschiedliche Adressatenkreise. Ein Elektrorollstuhl ist zumeist für Personen bestimmt, die mit unterschiedlichen und auch schweren körperlichen Einschränkungen leben müssen. Elektromobile richten sich in ihrer klassischen Form hingegen eher an Personen, die primär hinsichtlich ihres Gehvermögens und ihrer körperlichen Kraft eingeschränkt sind – sei es aufgrund einer Erkrankung oder aufgrund des Alters. Ein Elektromobil wird dabei in aller Regel nicht ununterbrochen genutzt, sondern nur dann, wenn es bestimmte Herausforderungen – etwa die Überwindung einer längeren Strecke – zu meistern gilt. Hinzu kommt, dass Elektromobile oft nur dann infrage kommen, wenn die betroffene Person noch in der Lage ist, bestimmte körperliche Leistungen zu erbringen, die zur klassischen Bedienung des Mobils unerlässlich sind. Bei Elektrorollstühlen können auch andere Möglichkeiten der Steuerung infrage kommen, die weiteren körperlichen Einschränkungen entgegen kommen. Die Unterschiede zwischen einem Elektromobil und einem Elektrorollstuhl sind insgesamt betrachtet nicht von der Hand zu weisen, allerdings gibt es mittlerweile auch Mischformen, die zu einer Angleichung der beiden Alltagshilfen beitragen.

Variantenvielfalt

Wenn man heutzutage von einem Elektromobil spricht, muss man allerdings auch bedenken, dass Elektromobil nicht gleich Elektromobil ist. Ein ganz prägnanter Unterschied besteht beispielsweise zwischen solchen Modellen, die man im eigenen Auto transportieren kann und solchen, bei denen dieses zugunsten eines erhöhten Sitzkomforts nicht ohne Weiteres möglich ist. Auch gibt es selbstverständlich Unterschiede hinsichtlich der Ausstattung, des Gewichts, der Geschwindigkeit und der Leistungsfähigkeit. Eine Besonderheit stellen überdies überdachte Elektromobile dar.

Welches Modell im individuellen Fall infrage kommt, ist dabei nicht nur von den eigenen Erwartungen abhängig, sondern zum Teil auch von festen Größen wie dem Körpergewicht, welches der Benutzer mitbringt. Am besten ist es, sich fachkundig beraten zu lassen, wenn man sich für den Kauf eines Elektromobils interessiert. In einem solchen Beratungsgespräch können die gesundheitlichen und körperlichen Rahmenbedingungen und die eigenen Erwartungen identifiziert und geklärt werden.

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