All diese Vorteile, die nicht von der Hand
zu weisen sind, können aber natürlich nicht darüber hinweg-täuschen,
dass die Anschaffung eines technischen Hilfsmittels wie eines
Elektromobils mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Ob man
bei der Bestreitung dieser Kosten Unterstützung von Kostenträgern
bekommen kann, hängt von den individuellen Rahmenbedingungen ab und
muss in jedem Fall einzeln geklärt werden. Sicher ist, dass eine
Kostenübernahme nur dann wahrscheinlich ist, wenn die Anschaffung
eines Elektromobils von einem Arzt verordnet wird. Auch gibt es
Einschränkungen hinsichtlich des Leistungsumfangs: Lediglich
langsamere Elektromobile, die eine Grundversorgung
gewährleisten, kommen in aller Regel für eine Kostenübernahme
infrage.
Anschaffungskosten
Die Preisspanne, auf die man bei einer Recherche nach den Kosten für Elektromobile stößt, ist groß: Die Kosten für ein Elektromobil bewegen sich dabei in einem Rahmen von ca. 1.000 bis ca. 7.000 Euro. Diese extremen Preisunterschiede kann man sich allerdings einfach erklären: Auf dem Markt befinden sich viele unterschiedliche Modelle, die unterschiedlich ausgestattet sind. Vor allem hinsichtlich der Geschwindigkeit, der Reichweite und des Komforts gibt es große Unterschiede, die sich auf die Höhe des Anschaffungspreises auswirken.
Wer sogar ein überdachtes Elektromobil sein Eigen nennen möchte, muss mitunter noch mehr ausgeben als den hier genannten Höchstbetrag. Die Kosten für ein Elektromobil sind also nicht zu vernachlässigen und können nicht von jeder Person ohne Weiteres aufgebracht werden – zumal sich viele Personen, die ein Elektromobil benötigen, im Ruhestand befinden. Dementsprechend wichtig ist es, schon in frühen Jahren an das Alter zu denken und auch mitunter kostenintensive Anschaffungen frühzeitig einzuplanen.
Finanzierung
Sollte eine Kostenübernahme durch die
infrage kommenden Kostenträger nicht möglich sein, bleibt im Grunde
nur die Lösung, das Hilfsmittel selbst zu bezahlen. Wer nicht in
einem Schlag das notwendige Geld für eine solche Anschaffung
aufbringen kann, kann sich auch erkundigen, ob entsprechende
Anbieter Finanzierungsangebote in Aussicht stellen können. Auf diese
Art und Weise kann das Elektromobil umgehend in Benutzung genommen
werden, während man es in kleineren Raten abbezahlt. Dabei sollten
Verbraucher aber selbstverständlich – wie bei jedem
Finanzierungsplan – darauf achten, dass auf sie keine unzumutbaren
zusätzlichen Kosten in Form von überhöhten Zinsen, etc. zukommen.
Weitere Alternativen zum Kauf eines neuen Elektromobils können der
Erwerb eines gebrauchten Modells (hier ist allerdings sehr auf den
Zustand, die Funktionstüchtigkeit und die Sicherheit zu achten)
sowie die Option, ein Elektromobil zu mieten bzw. zu leihen, sein.
Unterhaltungskosten
Von dem Anschaffungspreis, der beim Kauf eines Elektromobils auf einen zukommt, zu unterscheiden sind die Kosten, die während der Zeit der Nutzung anfallen. Die Unterhaltungskosten für ein Elektromobil setzen sich dabei aus unterschiedlichen Größen zusammen: Die Batterien müssen immer wieder aufgeladen und ggf. später einmal ersetzt werden, Pflegemittel müssen erworben werden, damit das Mobil korrekt gepflegt werden kann, etc. – all dies ist natürlich auch in einem gewissen Maße mit Kosten verbunden.
Hinzu kommt: Auch wenn man sich für ein hochwertiges Elektromobil entscheidet, können notwendig werdende Reparaturen auf Dauer nicht ausgeschlossen werden. Auch solche Kosten muss man einplanen. Indirekt verbunden mit der Anschaffung eines Elektromobils sind auch solche Kosten, die durch die Anschaffung von Zubehör entstehen können. Wer aufgrund einer ärztlichen Verordnung ein Elektromobil zur Verfügung gestellt bekommen hat, kann mitunter aber auch mit einer Kostenübernahme für notwendiges Zubehör und weitere Unterhaltungskosten durch den Kostenträger rechnen.

