Vorteile & Nachteile von Elektromobilen

Ein Elektromobil kann mobilitätseingeschränkten Personen im Alltag eine wichtige und zuverlässige Stütze sein. Doch wo genau liegen eigentlich die Vorteile eines Elektromobils? Und wie ist es um die Nachteile eines solchen Hilfsmittels bestellt – gibt es solche und wenn ja, welche?

Vorteile eines Elektromobils

Mobilitäts- und Flexibilitätsgewinn: Das große Pfund, mit dem ein Elektromobil wuchern kann, ist die Tatsache, dass es körperlich eingeschränkten Personen zu mehr Flexibilität und Mobilität verhelfen kann. Nicht nur Erkrankungen, sondern auch das Alter können dafür sorgen, dass Wege, die alltäglich bestritten werden müssen, nicht mehr bewältigt werden können. Ohne passende Hilfsmittel ist die mobilitätseingeschränkte Person auf Hilfe von Dritten angewiesen. Da viele Betroffene diese Hilfe allerdings oft nur in einem gewissen Maße in Anspruch nehmen möchten, kommt es nicht selten zu einem Rückzug und zu einer mangelnden Beteiligung am sozialem Leben. Angepasste Hilfsmittel können dabei helfen, Eigenständigkeit und somit Lebensqualität zu erhalten.

Zielgruppengerechtes Hilfsmittel: Ein weiterer Vorteil von Elektromobilen wird deutlich, wenn man diese mit klassischen Rollstühlen vergleicht. Personen, für die ein Elektromobil infrage kommt, verfügen häufig nicht über die notwendige Kondition, einen klassischen Rollstuhl zu bedienen. Hier wären sie wiederum auf die Hilfe Dritter angewiesen, sodass nur in einem beschränkten Maße von Mobilität und Unabhängigkeit die Rede sein kann. Ein Elektrorollstuhl ist hingegen auch nicht immer das optimale Hilfsmittel – insbesondere dann nicht, wenn noch Restmobilität vorhanden ist und lediglich ein Hilfsmittel benötigt wird, welches in bestimmten Situationen unterstützend zur Seite steht. Ein Elektromobil kann in manchen Fällen also einen Mittelweg darstellen: Das Elektromobil bietet dann dort Unterstützung, wo sie benötigt wird, und gewährt dort Freiraum, wo die betroffene Person sich diesen wünscht.

Nachteile eines Elektromobils

Hilfsmittel sind mit Kosten verbunden: Natürlich darf man ein Elektromobil nicht nur über den grünen Klee loben. Fakt ist, dass ein technisches Hilfsmittel wie ein Elektromobil mit nicht unerheblichen Anschaffungs- und Unterhaltungskosten verbunden ist. Eine Finanzierung sollte also möglichst gut durchdacht sein, wenn eine Kostenübernahme durch einen Kostenträger wie die Krankenkasse, die Pflegekasse, etc. nicht möglich sein sollte. Ob die Kosten in einer annehmbaren Relation zu dem erwarteten Gewinn an Lebensqualität stehen, muss in jedem Fall individuell abgeschätzt werden.

Pflege: Hinzu kommt, dass auch ein technisches Gerät wie ein Elektromobil gepflegt und gewartet werden muss. Wie bei allen anderen technischen Geräten auch kann es auch zu Reparaturen etc. kommen. Gerade wenn es sich bei der mobilitätseingeschränkten Person um einen älteren Menschen handelt, ist es nicht ausgeschlossen, dass dieser bei der Pflege des Elektromobils teilweise Hilfe benötigt. Am besten ist es also, die Anschaffung eines Elektromobils wird im Vorfeld mit den unterstützenden Angehörigen oder Freunden abgesprochen.

Kein Allheilmittel: Auch sollten sich interessierte Verbraucher nicht der Illusion hingeben, dass ein Elektromobil das Allheilmittel schlechthin ist. Elektromobile sind für einen sehr spezifischen Adressatenkreis konzipiert und können dabei auch nicht in allen Lebensbereichen unterstützend zur Seite stehen. So macht die Anschaffung eines Elektromobils die Anschaffung anderer Hilfsmittel, wie etwa die eines Treppenliftes, nicht zwangsläufig unnötig. Ein Elektromobil kann immer nur ein Bestandteil eines Unterstützungsnetzwerkes sein. Zu diesem Netzwerk müssen auch helfende Menschen und teils andere technische Hilfsmittel gehören!

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