Die 10 besten Tipps

So finden Sie das ideale Elektromobil und vermeiden Fehler

Muss ein gutes Elektromobil teuer sein? Was kostet überhaupt ein Elektromobil? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten und sind gebrauchte Elektromobile eine günstige Alternative?

In unserem Ratgeber beantworten wir Ihnen diese Fragen und zeigen Ihnen, wie Sie das für Sie passende Elektromobil finden und wo die Fallstricke bei der Anschaffung lauern.

Wir haben die 10 besten Tipps für Sie zusammengestellt. Ihr schneller und einfacher Weg zu einem günstigen Elektromobil.

Tipp #1: Elektromobil Preise - Nutzen Sie spezialisierte Preisvergleichsportale

Konkrete Preise für ein Elektromobil erhalten Sie am besten von spezialisierten Preisvergleichsportalen, da diese Ihre persönlichen Anforderungen und Gegebenheiten berücksichtigen können.

Deswegen sollten Sie sich im ersten Schritt kostenlos und unverbindlich online mehrere Angebote einholen. Dadurch verschaffen Sie sich einen Überblick über die marktüblichen Preise und vermeiden später böse Überraschungen.

Folgendes Preisvergleichsportal ist empfehlenswert:

Für Elektromobile funktioniert das Käuferportal so einfach wie ein Vergleich bei Check24, Verivox und Co.: Sie geben Ihre Anforderungen an und erhalten danach individuelle Angebote von regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

 

Auf Basis Ihrer Wünsche und Angaben erhalten Sie unverbindlich mehrere individuelle Angebote mit konkreten Preisen für ein Elektromobil.

Warum Sie ein Vergleichsportal nutzen sollten:

  • Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern können bis zu 30% betragen.
  • Sie bekommen kostenfreie und unverbindliche Angebote mit konkreten Preisen.
  • Sie erhalten einen ersten Überblick und damit eine ideale Verhandlungsgrundlage.
  • Die Angebote kommen von geprüften, regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

Zusatztipp: Kostenlos weitere Hilfsmittel sichern

Bei vorhandenem Pflegegrad haben Sie einen Anspruch auf zahlreiche Pflegehilfsmittel und die entsprechenden Zuschüsse. Sichern Sie sich daher die aktuelle Förderung und profitieren Sie von weiteren nützlichen Hilfsmitteln.

Tipp #2: Was kostet ein Elektromobil? Damit müssen Sie rechnen

Die Preise für ein Elektromobil variieren sehr stark und sind von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. In der folgenden Tabelle finden Sie einen Überblick zu den gängigsten Modellen:

Was kostet ein Elektromobil? Diese Preise erwarten Sie
Elektromobil Geschwindigkeit Reichweite Kosten
Kompaktmodellebis 6 km/hbis 12 km1.000 - 2.000 €
Standardmodelle6 - 15 km/hbis 70 km1.500 - 6.000 €
Kabinenfahrzeuge6 - 15 km/hbis 70 km6.000 - 10.000 €
Spezialmodellebis 6 km/hbis 40 km2.500 - 6.000 €

Günstige Einsteigermodelle gibt es schon ab 1.000 Euro. Diese verfügen zwar über eine geringere Ausstattung, sind jedoch kleiner, leichter und wendiger! Neben den Anschaffungskosten kommen darüber hinaus Unterhaltskosten auf Sie zu. Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier: Elektromobil Preise.

Kostenfaktoren bei einem Elektromobil

  • Modell
  • Geschwindigkeit
  • Reichweite
  • Ausstattung
  • Zubehör

Tipp #3: Zuschüsse beachten - Diese Kosten übernimmt die Krankenkasse

Die Krankenkassen übernehmen ganz oder anteilig die Kosten für ein Elektromobil. Dies gilt nicht nur für die Anschaffung, sondern auch für notwendiges Zubehör und die Unterhaltskosten.

Wichtig: Voraussetzung für die Kostenübernahme ist eine Verordnung vom Arzt, die das Elektromobil als notwendiges Hilfsmittel ausweist.

Als Sonderform des Elektrorollstuhls ist ein Elektromobil ein anerkanntes Hilfsmittel: Dennoch verfügt nicht jedes Elektromobil über eine Hilfsmittelnummer - die für die Kostenübernahme notwendig ist - und ist somit nicht förderfähig. Hinweis: Krankenkassen tragen die Kosten nur für Elektromobile bis 6 km/h.

Nur wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, werden die Kosten von der Krankenkasse ganz oder teilweise übernommen.© Ingo Bartussek – Fotolia.com

Weitere Informationen zum Thema Förderung sowie Hinweise zur Antragstellung finden Sie hier: Elektromobil und Krankenkasse.

Tipp #4: Elektromobil gebraucht kaufen

Eine gute Alternative wenn die Neuanschaffung zu teuer ist: Das Elektromobil gebraucht kaufen. Hier lassen sich Preisersparnisse von bis zu 50% erzielen, ohne dass Sie Einbußen in puncto Qualität hinnehmen müssen.

Was kostet ein gebrauchtes Elektromobil? Diese Preise erwarten Sie
Elektromobil Geschwindigkeit bis 6 km/h Geschwindigkeit bis 15 km/h
Preis neuab 1.000 €ab 4.000 €
Preis gebrauchtab 500 € ab 2.500 €
Ersparnisca. 50%ca. 40%

Um auf Nummer sicher zu gehen, raten wir Ihnen dazu, das Elektromobil gebraucht beim Fachhändler zu erwerben. Die Geräte wurden vor dem erneuten Einsatz grundlegend überholt und die Fahrtauglichkeit entsprechend geprüft. Denn Ihre Sicherheit steht an erster Stelle.

Darüber hinaus bieten Fachhändler auch für gebrauchte Modelle weiterführende Serviceleistungen wie etwa eine Verlängerung der Garantie sowie regelmäßige Wartungen an. Sie finden in unserem Artikel Elektromobil gebraucht weitere Informationen zu diesem Thema.

Tipp #5: Elektromobil mieten statt kaufen

Lohnt sich die Anmietung eines Elektromobils? Nur bedingt. Hier sollten Sie im Einzelfall entscheiden, ob es sinnvoll ist, das Elektromobil zu mieten - etwa wenn Sie dieses nur für einen kurzen Zeitraum benötigen. In jedem Fall ist es ratsam, die Vor- und Nachteile genau abzuwägen.

Vorteile:

  • Anschaffungskosten entfallen
  • keine Kosten für Verschleißteile
  • Reparaturkosten und Wartung übernimmt Vermieter
  • flexible Nutzung

Nachteile:

  • hohe Kosten für Anmietung über längere Zeiträume
  • zusätzliche Kosten für Zubehör sowie Abholung und Lieferung
  • Höhe der Kaution
  • Kosten bei Schadensfällen

Wenn Sie darüber nachdenken, ein Elektromobil zu mieten, sollten Sie im Vorfeld verschiedene Angebote einholen und die Kosten eines Neukaufs mit den Mietkosten vergleichen. Weitere Informationen und Tipps zum Thema finden Sie in unserem Artikel Elektromobil mieten.

Tipp #6: Elektromobil oder Elektrorollstuhl - Was passt zu Ihnen?

Ob Sie sich für ein Elektromobil oder für einen Elektrorollstuhl entscheiden, hängt davon ab, in welchem Bereich Sie Unterstützung benötigen. Die folgende Gegenüberstellung zeigt die Unterschiede.

Elektrorollstuhl:

  • bei dauerhafter körperlicher Einschränkung
  • durchgehende Nutzung
  • für Innen- & Außenbereich geeignet
  • vielfältige Bedienungsmöglichkeiten
  • individuell anpassbar

Elektromobil

  • für eingeschränkte Gehfähigkeit (kurze Strecken können noch zu Fuß bewältigt werden)
  • keine durchgehende Nutzung
  • vorrangig für Außenbereich geeignet
  • körperliche und geistige Voraussetzung für Bedienung müssen vorhanden sein

Das Elektromobil ist somit ein idealer Begleiter um im Alltag wieder mobil zu sein und den eigenen Aktionsradius zu erhöhen - nicht nur für Senioren sondern auch für mobilitätseingeschränkte Personengruppen.

Weitere Informationen zum Thema Elektrorollstühle sowie eine Abgrenzung zum Elektromobil finden Sie hier: Elektrorollstuhl.

Tipp #7: Elektromobile im Straßenverkehr - Rechtliche Vorgaben

Mit Ihrem Elektromobil sind Sie als Teilnehmer im Straßenverkehr unterwegs: Sei es nun auf dem Gehweg oder in Ausnahmen auch auf der Straße.

Wichtig: Elektromobile mit einer Geschwindigkeit über 6 km/h müssen Haftpflicht versichert werden - sind also meldepflichtig.

Darüber hinaus gibt es weitere Hinweise und Vorschriften des Gesetzgebers, die Sie bei der Anschaffung eines Elektromobils berücksichtigen sollten.

Straße oder Bürgersteig? Der Gesetzgeber regelt genau den korrekten Einsatz eines Elektromobils im Straßenverkehr.© Ingo Bartussek – Fotolia.com

Vorgaben des Gesetzgebers:

  • Bis 6 km/h sind Elektromobile nicht meldepflichtig und dürfen im Schritttempo auch auf Gehwegen sowie in Fußgängerzonen fahren.
  • Elektromobile mit einer Mindestgeschwindigkeit von 10 km/h dürfen auch auf Landstraßen und Radwegen gefahren werden.
  • Elektromobile mit einer Geschwindigkeit bis zu 15 km/h benötigen ein spezielles Nummernschild sowie eine Haftpflichtversicherung.
  • Modelle bis 25 km/h verfügen über eine Betriebserlaubnis gemäß §21 StVZO und sind somit berechtigt, am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen. Die Voraussetzung dafür ist ein Führerschein der Klasse AM (Mofa) sowie eine Haftpflichtversicherung.
  • Wer ein Elektromobil fahren möchte, muss mindestens 15 Jahre alt sein.
  • Elektromobile sind nicht TÜV-pflichtig.

Lassen Sie sich vor dem Kauf am besten umfassend beraten. Den richtigen Fachhändler in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Tipp #8: Batterien für Elektromobile - Richtig pflegen und warten

Die Akkus sind das Herzstück des Elektromobils und maßgeblich für Geschwindigkeit und Reichweite verantwortlich. Durch den korrekten Gebrauch haben Sie lange Freude daran.

So laden Sie die Elektromobil Batterien richtig:

  • Elektromobil ausschalten und Zündschlüssel entfernen.
  • Zuerst Ladegerät mit Elektromobil verbinden und dann an die Steckdose anschließen.
  • Entladene Batterien zügig wieder aufladen.
  • Elektromobil bei sehr geringer Akkuladung nicht nutzen.
  • Entladungen über 60% vermeiden.
  • Nur das mitgelieferte Kabel zum Aufladen nutzen.

Weitere Informationen zur Wartung der Batterien für Elektromobile sowie Hinweise zum Kauf und unseren Einkaufsratgeber finden Sie hier: Batterie für Elektromobil.

Tipp #9: Elektromobil Zubehör für jeden Anspruch

Wer sein Elektromobil häufig nutzt, möchte nicht auf einen gewissen Komfort verzichten. Spezielles Elektromobil Zubehör erleichtert Ihnen den Alltag und erhält die Langlebigkeit Ihres Fahrzeuges.

Unsere Top 5 Zubehör-Empfehlungen:

  1. Abdeckung
  2. Taschen & Körbe
  3. Wetter- & Regenschutz für den Fahrer
  4. Stockhalter & weitere Halterungen
  5. Sicherheitszubehör

Alle Informationen zum Thema Elektromobil Zubehör sowie konkrete Preise und einen Einkaufsratgeber finden Sie auf unserer Unterseite: Elektromobil Zubehör.

Tipp #10: Elektromobile im Test - Aktuelle Ergebnisse und Testsieger?

Welches Elektromobil ist das Beste auf dem Markt? Für welchen Anbieter sollten Sie sich entscheiden?

Eine Pauschalaussage ist in diesem Fall nicht möglich, da sich die Modelle aber auch die Anforderungen an das Seniorenmobil bzw. einen Krankenfahrstuhl zu stark unterscheiden.

Tipp: Lassen Sie sich nicht von vermeintlichen Testergebnissen beeinflussen und vereinbaren Sie selbst eine Probefahrt.

Auch die Suche nach Tests durch Verbraucherzentralen oder Stiftung Warentest ist wenig erfolgversprechend, da es an diesen bis dato mangelt und es nicht den einen Testsieger gibt.

Seriöse Fachhändler ermöglichen Ihnen eine kostenlose Probefahrt. Testen Sie das Elektromobil ausgiebig und prüfen Sie, ob es Ihren Ansprüchen genügt.© Ingo Bartussek – Fotolia.com

Deswegen gilt: Holen Sie verschiedene Angebote ein und lassen Sie sich von einem Fachhändler vor Ort umfassend beraten. Dieser stellt Ihnen die verschiedenen Modelle im Detail vor und Sie haben die Möglichkeit, das Behindertenfahrzeug Probe zu fahren.

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