So gelingt die Förderung

Elektromobil: Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ein Elektromobil? Was müssen Sie beachten? Und wie gelingt die Förderung als Hilfsmittel?

Wir geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie die Übernahme der Kosten bei Ihrer Krankenkasse beantragen.

Elektromobile werden als Hilfsmittel von den Krankenkassen bezuschusst. Wir zeigen Ihnen, wie die Förderung gelingt.

Finden Sie Fachhändler in Ihrer Nähe und vergleichen Sie die Preise

Für die Kostenübernahme sollten Sie sich speziell an Fachhändler in Ihrer Nähe wenden. Die genauen Schritte erläutern wir Ihnen ausführlich im nächsten Abschnitt.

Im ersten Schritt sollten Sie sich kostenlos und unverbindlich mehrere Angebote von Fachhändlern aus Ihrer Region einholen. Dadurch verschaffen Sie sich einen Überblick über die marktüblichen Preise und vermeiden später böse Überraschungen.

Folgendes Preisvergleichsportal ist empfehlenswert:

Für Elektromobile funktioniert das Käuferportal so einfach wie ein Vergleich bei Check24, Verivox und Co.: Sie geben Ihre Anforderungen an und erhalten danach individuelle Angebote von regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

 

Auf Basis Ihrer Wünsche und Angaben erhalten Sie unverbindlich mehrere individuelle Angebote mit konkreten Preisen für ein Elektromobil.

Warum Sie ein Vergleichsportal nutzen sollten:

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  • Die Angebote kommen von geprüften, regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

Zusatztipp: Kostenlos weitere Hilfsmittel sichern

Bei vorhandenem Pflegegrad haben Sie einen Anspruch auf zahlreiche Pflegehilfsmittel und die entsprechenden Zuschüsse. Sichern Sie sich daher die aktuelle Förderung und profitieren Sie von weiteren nützlichen Hilfsmitteln.

Voraussetzungen für die Verordnung

Elektromobile sind anerkannte Hilfsmittel und somit verordnungsfähig. Liegt eine medizinische Notwendigkeit vor, werden die Kosten von der Krankenkasse ganz oder teilweise übernommen. Dies gilt nicht nur für die Anschaffung, sondern auch für notwendiges Zubehör, Batterien und die Unterhaltskosten.

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Das Elektromobil beugt einer Behinderung vor bzw. behebt, mildert und/ oder gleicht die Behinderung aus.
  • Die Gehfähigkeit ist so eingeschränkt, dass Grundbedürfnisse innerhalb bzw. außerhalb der Wohnung nicht mehr erledigt werden können.
  • Ein handbetriebener Rollstuhl kann nicht bedient werden bzw. andere Hilfsmittel sind nicht ausreichend.
  • Die körperliche und geistige Voraussetzung für die Bedienung des Elektromobils ist vorhanden.
  • Die Unterbringung für das Elektromobil als Schutz vor Witterung und Diebstahl ist gewährleistet.

Beachten Sie jedoch, dass jede Krankenkasse die Kostenübernahme anders handhabt: So sind einige Kassen kulanter als andere. Deswegen empfehlen wir Ihnen sich bereits im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse zu informieren.

So stellen Sie den Antrag bei der Krankenkasse

Damit die Kostenübernahme gelingt, sollten Sie sich an die folgenden Schritte bei der Antragstellung halten.

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Lassen Sie sich vom Arzt die Notwendigkeit für ein Elektromobil bescheinigen.
  2. Mit der Bescheinigung gehen Sie in ein Fachgeschäft und lassen sich beraten. Wichtig: Das gewünschte Elektromobil muss über eine Hilfsmittelnummer verfügen!
  3. Teilen Sie Ihrem Arzt die Hilfsmittelnummer mit. Dieser stellt Ihnen dann eine Verordnung mit Hilfsmittelnummer aus.
  4. Die Verordnung legen Sie dann im Fachgeschäft vor, wo geprüft wird, ob das Elektromobil für Sie geeignet ist. Zusammen mit einem Kostenvoranschlag leitet das Fachgeschäft die Verordnung dann an Ihre Krankenkasse weiter.
  5. Die Krankenkasse bewilligt Ihren Antrag und übernimmt die Kosten für Ihr Elektromobil ganz oder anteilig.

Sollte der Antrag von der Krankenkasse nicht bewilligt werden, können Sie Widerspruch einlegen. In jedem Fall ist es wichtig, dass Ihnen der Arzt die Notwendigkeit des Elektromobils als Hilfsmittel attestiert.

Wichtig: Krankenkassen tragen die Kosten nur für Elektromobile bis 6 km/h. Wenn Sie ein Modell mit höherer Geschwindigkeit wünschen, müssen Sie die Mehrkosten selber tragen.

Das Seniorenmobil, welches Sie erhalten, ist jedoch nur eine Leihgabe und verbleibt im Besitz des Sanitätshauses bzw. Fachhändlers. Läuft die Verordnung aus, meldet sich dieser bei Ihnen und regelt die weiteren Schritte mit der Krankenkasse. Sie müssen lediglich eine neue Verordnung einreichen.

Wird die eingeschränkte Gehfähigkeit vom Arzt attestiert, übernehmen die Krankenkasse die Kosten für ein Elektromobil bis 6 km/h.© Ingo Bartussek – Fotolia.com

Darüber hinaus sind die sogenannten Kassen-Modelle in der Regel keine Neufahrzeuge, sondern gebrauchte Elektromobile. Alternativ können Sie auch ein Elektromobil mieten. Weiterhin wird ein Elektrorollstuhl beziehungsweise ein Krankenfahrstuhl / Behindertenfahrzeug als Sonderform des Elektromobils ebenfalls gefördert.

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