Diese Tipps sollten Sie beachten

Krankenfahrstuhl: So finden Sie den Richtigen

Wird für den Krankenfahrstuhl ein Führerschein benötigt? Welche Kosten entstehen für die Anschaffung? Und worauf muss beim Kauf eines Krankenfahrstuhls geachtet werden?

Wir geben Ihnen nützliche Informationen und wertvolle Tipps, wie Sie den passenden Krankenfahrstuhl finden und böse Überraschungen vermeiden.

Wieder mobil im Alltag: Mit unseren Tipps finden Sie den idealen Krankenfahrstuhl.

Führerschein & Co.: Vorgaben des Gesetzgebers

Was ein Krankenfahrstuhl ist, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach geändert. Seit 2002 regelt der Gesetzgeber jedoch klar, dass es sich dabei um ein Gefährt bzw. Kfz handelt, welches über einen Elektroantrieb, nur einen Sitz sowie eine Leermasse unter 300 Kilogramm verfügt.

Wichtig: Entsprechend der Bauart ist ein Krankenfahrstuhl auf eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 15 km/h begrenzt und durch den Gebrauch für Personen bestimmt, die körperlich eingeschränkt sind.

Vor dem 1. September 2002 fielen unter diese Bestimmung auch Krankenfahrstühle, die mit Benzin betrieben wurden und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h aufwiesen. Dies ist heute jedoch nicht mehr zulässig!

Vor 2002 galten auch Fahrzeuge, die mit Benzin betrieben wurden und bis 25 km/h schnell waren als Krankenfahrstühle. © Pascal Huot – Fotolia.com

Im Sinne dieser Regelung wird für das Führen eines Krankenfahrstuhls deshalb kein Führerschein benötigt. Auch die früher übliche Prüfbescheinigung oder aber das Vorhandensein eines Behindertenausweises ist nicht notwendig.

Hinweis: Ein Krankenfahrstuhl darf von jedem gefahren werden. Es gilt lediglich ein Mindestalter von 15 Jahren, wenn dieser eine Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h überschreitet.

Hinzu kommt die Notwendigkeit der Versicherung: Alle Krankenfahrstühle über 6 km/h müssen Haftpflicht versichert werden.

Weitere Vorgaben, die der Gesetzgeber macht:

  • Krankenfahrstühle dürfen im Schritttempo auf Gehwegen sowie in der Fußgängerzone fahren.
  • Bei einer Mindestgeschwindigkeit von 10 Km/h sind Krankenfahrstühle auch auf Landstraßen sowie Radwegen zulässig.
  • Krankenfahrstühle sind nicht TÜV-pflichtig.

Krankenfahrstuhl Preise: Nutzen Sie Vergleichsportale

Im ersten Schritt sollten Sie sich einen Überblick über konkrete Preise für Krankenfahrstühle verschaffen. Wir empfehlen Ihnen spezialisierte Vergleichsportale, bei denen Sie Ihre Anforderungen genau definieren können.

Über das Portal erhalten Sie kostenlos und vor allem unverbindlich mehrere Angebote, die Sie miteinander vergleichen können. Zudem erleichtert es Ihnen die Suche nach einem Fachhändler in Ihrer Nähe.

Folgendes Preisvergleichsportal ist empfehlenswert:

Für einen Krankenfahrstuhl funktioniert das Käuferportal so einfach wie ein Vergleich bei Check24, Verivox und Co.: Sie geben Ihre Anforderungen an und erhalten danach individuelle Angebote von regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

 

Auf Basis Ihrer Wünsche und Angaben erhalten Sie unverbindlich mehrere individuelle Angebote mit konkreten Preisen für einen Krankenfahrstuhl.

Warum Sie ein Vergleichsportal nutzen sollten:

  • Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern können bis zu 30% betragen.
  • Sie bekommen kostenfreie und unverbindliche Angebote mit konkreten Preisen.
  • Sie erhalten einen ersten Überblick und damit eine ideale Verhandlungsgrundlage.
  • Die Angebote kommen von geprüften, regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

Zusatztipp: Kostenlos weitere Hilfsmittel sichern

Bei vorhandenem Pflegegrad haben Sie einen Anspruch auf zahlreiche Pflegehilfsmittel und die entsprechenden Zuschüsse. Sichern Sie sich daher die aktuelle Förderung und profitieren Sie von weiteren nützlichen Hilfsmitteln.

Mit diesen Krankenfahrstuhl Kosten müssen Sie rechnen

Die Kosten für einen Krankenfahrstuhl sind von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem von der Motorisierung aber auch der Ausstattung. Deswegen ist es sinnvoll, sich bereits im Vorfeld darüber im Klaren zu werden, welche Anforderungen an den Krankenfahrstuhl gestellt werden.

Die günstigsten Modelle, die auch sehr gute Einsteigermodelle sind, gibt es bereits ab 1.000 Euro. Hier muss man jedoch in puncto Ausstattung und Komfort Abstriche machen. In der folgenden Übersicht finden Sie die gängigsten Modelle.

Was kostet ein Krankenfahrstuhl? Mit diesen Preisen müssen Sie rechnen
Krankenfahrstuhl Geschwindigkeit Reichweite Kosten / Preise
Kompaktmodellebis 6 km/hbis 12 km1.000 - 2.000 €
Standardmodelle6 - 15 km/hbis 70 km1.500 - 6.000 €
Kabinenfahrzeuge6 - 15 km/hbis 70 km6.000 - 10.000 €
Spezialmodellebis 6 km/hbis 40 km2.500 - 6.000 €

Bei der Anschaffung eines Krankenfahrstuhls kommen zu diesen Kosten jedoch noch weitere hinzu, nämlich die Unterhaltskosten wie Strom, Wartung und eine mögliche Versicherung. Womit Sie kalkulieren müssen, haben wir in folgendem Beitrag zusammengefasst: Elektromobil Preise.

Kostenfaktoren für einen Krankenfahrstuhl im Überblick:

  • Modell: Kompakt-, Standard-, Spezialmodell oder Kabinenfahrzeug
  • Reichweite: Radius des Krankenfahrstuhls / Batterien
  • Geschwindigkeit: 6 bis 15 km/h
  • Ausstattung: einfache oder komfortable Ausstattung
  • Zubehör: Körbe etc. (Mehr zum Thema: Elektromobil Zubehör)

Krankenfahrstuhl von der Krankenkasse: Zuschüsse sichern

Krankenfahrstühle werden wie ein Elektrorollstuhl/Behindertenfahrzeug von der Krankenkasse bezuschusst bzw. werden die Kosten auch gänzlich übernommen. Dies gilt auch für die Unterhaltskosten sowie benötigtes Zubehör.

Voraussetzung dafür ist eine Verordnung vom Arzt, die den Krankenfahrstuhl als für den Patienten notwendiges Hilfsmittel ausweist. Mit dieser Verordnung können Sie sich beim Fachhändler beraten lassen und das passende Modell auswählen.

Hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Krankenfahrstuhl über eine Hilfsmittelnummer verfügt. Denn nur mit dieser ist der Krankenfahrstuhl auch förderfähig!

Wichtig: Krankenkassen tragen lediglich die Kosten für einen Krankenfahrstuhl bis 6 km/h.

Wie die Beantragung der Zuschüsse erfolgt und worauf Sie achten sollen, lesen Sie in unserem umfangreichen Beitrag: Elektromobil und Krankenkasse.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, als günstige Alternative ein gebrauchtes Seniorenmobil zu erwerben sowie die Möglichkeit der Miete. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den folgenden Seiten: Elektromobil gebraucht und Elektromobil mieten.

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