Diese Tipps sollten Sie beachten

Krankenfahrstuhl: So finden Sie den Richtigen

Wird für den Krankenfahrstuhl ein Führerschein benötigt? Welche Kosten entstehen für die Anschaffung? Und worauf muss beim Kauf eines Krankenfahrstuhls geachtet werden?

Wir geben Ihnen nützliche Informationen und wertvolle Tipps, wie Sie den passenden Krankenfahrstuhl finden und böse Überraschungen vermeiden.

Wieder mobil im Alltag: Mit unseren Tipps finden Sie den idealen Krankenfahrstuhl.

Krankenfahrstuhl Preise: Nutzen Sie Vergleichsportale

Im ersten Schritt sollten Sie sich einen Überblick über konkrete Preise für Krankenfahrstühle verschaffen. Wir empfehlen Ihnen spezialisierte Vergleichsportale, bei denen Sie Ihre Anforderungen genau definieren können.

Über die Portale erhalten Sie kostenlos und vor allem unverbindlich mehrere Angebote, die Sie miteinander vergleichen können. Zudem erleichtert es Ihnen die Suche nach einem Fachhändler in Ihrer Nähe.

So erhalten Sie in 5 Minuten konkrete Elektromobil-Preise:

Die folgenden kostenlosen Vergleichsportale sind empfehlenswert. Aber Vorsicht: Nicht alle Elektromobil Anbieter sind auf allen Portalen vertreten. Machen Sie daher mehrere Vergleiche und kombinieren Sie die Portale.

Schauen Sie sich alle Vergleiche in Ruhe an und entscheiden Sie sich für zwei der genannten Möglichkeiten. Nach Ausfüllen des Formulars werden die Anbieter kostenlos und unverbindlich Ihnen konkrete Elektromobil-Preise sowie Tipps zu Zuschüssen und der Finanzierung nennen.

Warum Sie mindestens 2 der kostenlosen Vergleichsportale nutzen sollten:

  • Nicht alle Elektromobil Hersteller sind auf allen Portalen.
  • Sie vermeiden die Gefahr von Ausreißern.
  • Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern können bis zu 30% betragen.
  • Sie bekommen kostenfreie und unverbindliche Angebote mit konkreten Preisen.
  • Sie erhalten einen ersten Überblick und damit eine ideale Verhandlungsgrundlage.
  • Die Angebote kommen von geprüften, regionalen und deutschlandweiten Anbietern.
 

Für Elektromobile funktionieren die Portale so einfach wie ein Vergleich bei Check24, Verivox und Co.: Sie geben Ihre Anforderungen an und erhalten danach individuelle Angebote von regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

Zusatztipp: Kostenlos weitere Hilfsmittel sichern

Bei vorhandenem Pflegegrad haben Sie einen Anspruch auf zahlreiche Pflegehilfsmittel und die entsprechenden Zuschüsse. Sichern Sie sich daher die aktuelle Förderung und profitieren Sie von weiteren nützlichen Hilfsmitteln.

Mit diesen Krankenfahrstuhl Kosten müssen Sie rechnen

Die Kosten für einen Krankenfahrstuhl sind von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem von der Motorisierung aber auch der Ausstattung. Deswegen ist es sinnvoll, sich bereits im Vorfeld darüber im Klaren zu werden, welche Anforderungen an den Krankenfahrstuhl gestellt werden.

Die günstigsten Modelle, die auch sehr gute Einsteigermodelle sind, gibt es bereits ab 1.000 Euro. Hier muss man jedoch in puncto Ausstattung und Komfort Abstriche machen. In der folgenden Übersicht finden Sie die gängigsten Modelle.

Was kostet ein Krankenfahrstuhl? Mit diesen Preisen müssen Sie rechnen
Krankenfahrstuhl Geschwindigkeit Reichweite Kosten / Preise
Kompaktmodellebis 6 km/hbis 12 km1.000 - 2.000 €
Standardmodelle6 - 15 km/hbis 70 km1.500 - 6.000 €
Kabinenfahrzeuge6 - 15 km/hbis 70 km6.000 - 10.000 €
Spezialmodellebis 6 km/hbis 40 km2.500 - 6.000 €

Bei der Anschaffung eines Krankenfahrstuhls kommen zu diesen Kosten jedoch noch weitere hinzu, nämlich die Unterhaltskosten wie Strom, Wartung und eine mögliche Versicherung. Womit Sie kalkulieren müssen, haben wir in folgendem Beitrag zusammengefasst: Elektromobil Preise.

Kostenfaktoren für einen Krankenfahrstuhl im Überblick:

  • Modell: Kompakt-, Standard-, Spezialmodell oder Kabinenfahrzeug
  • Reichweite: Radius des Krankenfahrstuhls / Batterien
  • Geschwindigkeit: 6 bis 15 km/h
  • Ausstattung: einfache oder komfortable Ausstattung
  • Zubehör: Körbe etc. (Mehr zum Thema: Elektromobil Zubehör)

Krankenfahrstuhl von der Krankenkasse: Zuschüsse sichern

Krankenfahrstühle sind anerkannte Hilfsmittel und werden wie ein Elektrorollstuhl/Behindertenfahrzeug von der Krankenkasse bezuschusst bzw. werden die Kosten auch gänzlich übernommen. Dies gilt auch für die Unterhaltskosten sowie benötigtes Zubehör und einen praktischen mobilen Hausnotruf.

Voraussetzung dafür ist eine Verordnung vom Arzt, die den Krankenfahrstuhl als für den Patienten notwendiges Hilfsmittel ausweist. Mit der Bescheinigung des Arztes können Sie sich im Fachgeschäft beraten lassen und das passende Modell auswählen.

Hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Krankenfahrstuhl über eine Hilfsmittelnummer verfügt. Denn nur mit dieser ist der Krankenfahrstuhl auch förderfähig!

Wichtig: Krankenkassen tragen lediglich die Kosten für einen Krankenfahrstuhl bis 6 km/h.

Teilen Sie Ihrem Arzt die Hilfsmittelnummer sowie die konkrete Bezeichnung des gewünschten Krankenfahrstuhls mit. Diese müssen auf der Verordnung eingetragen werden, mit welcher Sie den Antrag dann bei Ihrer zuständigen Kranken-/Pflegekasse stellen können.

Bitte bedenken Sie jedoch, dass jede Krankenkasse die Kostenübernahme für einen Krankenfahrstuhl anders handhabt. Es liegt immer im Ermessen des jeweiligen Sachbearbeiters, ob die Bewilligung gelingt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, bereits im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse nachzufragen.

Tipp: Je besser Ihr Arzt die Notwendigkeit für einen Krankenfahrstuhl begründet, desto höher sind die Chancen Zuschüsse zu erhalten. Hier empfiehlt es sich auch Bescheinigungen von anderen Stellen wie Therapeuten oder Fachärzten einzuholen.

Wie die Beantragung der Zuschüsse erfolgt, worauf Sie achten sollten und welche Voraussetzungen für eine Kostenübernahme erfüllt sein sollten, lesen Sie in unserem umfangreichen Beitrag: Elektromobil und Krankenkasse.

Weitere Möglichkeiten: Krankenfahrstuhl mieten oder gebraucht

Nicht immer kommt die Neuanschaffung einen Krankenfahrstuhls in Betracht und gerade in den Fällen, in welchen die Kostenübernahme durch die Krankenkassen gelingt, gibt es einige Alternativen:

  • Eine besonders günstige Möglichkeit ist ein gebrauchtes Seniorenmobil. Diese sind von der Qualität keineswegs schlechter, da sie vor einem erneuten Einsatz noch einmal gründlich geprüft und generalüberholt werden. Alle Informationen dazu finden Sie hier: Elektromobil gebraucht.
  • Sie benötigen den Krankenfahrstuhl nur für einen begrenzten Zeitraum? Dann sollten Sie über eine Anmietung nachdenken. Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen sowie weitere nützliche Informationen gibt der folgende Artikel: Elektromobil mieten.

Führerschein & Co.: Vorgaben des Gesetzgebers

Was ein Krankenfahrstuhl ist, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach geändert. Seit 2002 regelt der Gesetzgeber jedoch klar, dass es sich dabei um ein Gefährt bzw. Kfz handelt, welches über einen Elektroantrieb, nur einen Sitz sowie eine Leermasse unter 300 Kilogramm verfügt. Darüber hinaus ist die Breite des Krankenfahrstuhls auf maximal 110 cm sowie ein zulässiges Gesamtgewicht von maximal 500 Kilogramm begrenzt.

Wichtig: Entsprechend der Bauart ist ein Krankenfahrstuhl auf eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 15 km/h begrenzt und durch den Gebrauch für Personen bestimmt, die körperlich eingeschränkt sind.

Vor dem 1. September 2002 fielen unter diese Bestimmung auch Krankenfahrstühle, die mit Benzin betrieben wurden und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h aufwiesen. Dies ist heute jedoch nicht mehr zulässig!

Vor 2002 galten auch Fahrzeuge, die mit Benzin betrieben wurden und bis 25 km/h schnell waren als Krankenfahrstühle. © Pascal Huot – Fotolia.com

Im Sinne dieser Regelung wird für das Führen eines Krankenfahrstuhls deshalb kein Führerschein benötigt. Auch die früher übliche Prüfbescheinigung oder aber das Vorhandensein eines Behindertenausweises ist nicht notwendig.

Hinweis: Für das Führen eines Krankenfahrstuhls bis 15 km/h gilt ein Mindestalter von 15 Jahren. Elektromobile die eine Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h nicht überschreiten, können auch von jüngeren behinderten Personen gefahren werden.

Krankenfahrstuhl Versicherung: Müssen Krankenfahrstühle versichert werden?

Ob Sie Ihren Krankenfahrstuhl versichern müssen, ist von der Höchstgeschwindigkeit abhängig, über die das Gefährt verfügt.

  • Krankenfahrstühle mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h müssen nicht versichert werden.
  • Für Krankenfahrstühle über 6 km/h besteht eine Versicherungspflicht ähnlich wie bei Rollern/ Mofas (vgl. dazu auch § 1 Pflichtversicherungsgesetz). Der Halter muss über eine Haftpflichtversicherung verfügen, die im Falle eines durch den Fahrer verursachten Schadens die Kosten übernimmt. Entsprechend müssen diese Krankenfahrstühle ein Versicherungskennzeichen führen.

Weitere Vorgaben, die der Gesetzgeber macht:

  • Krankenfahrstühle dürfen im Schritttempo auf Gehwegen sowie in der Fußgängerzone fahren. Wie Fußgänger haben sie an Fußgängerüberwegen Vorrang.
  • Bei einer Mindestgeschwindigkeit von 10 Km/h sind Krankenfahrstühle auch auf Landstraßen sowie Radwegen zulässig.
  • Krankenfahrstühle sind nicht TÜV-pflichtig.
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